Bloggerschnack März 2026: KI und das Bloggen

Bloggerschnack März 2026: KI und das Bloggen

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Teil 1 von mir

Grundsätzlich habe ich nichts gegen den Einsatz von KI beim Bloggen - allerdings betrifft das nicht das eigentliche Schreiben von Beiträgen. Wenn ich Beiträge in einem Blog lese möchte ich gerne lesen was diese Person zu sagen hat - wenn ich die Meinung einer KI hören möchte dann kann ich sie selbst befragen.

Ich werde niemals Texte von einer KI schreiben oder überarbeiten lassen.

Was für mich ok ist:

Unterstützung bei der Gestaltung des Blogs (Html, CSS und Javascript)

Hier habe ich bei der Gestaltung meines Blogs doch Einiges mit der KI Claude gemacht. Das Template mit dem das Blog arbeitet wurde doch im Wesentlichen von der KI erstellt. Ging aber nicht ganz ohne meine Unterstützung wenn die KI sich mal wieder irgendwo verrannt hat.

Erweiterung und Ergänzen von Funktionen durch KI gestütztes Erstellen von z.B. Plugins.

Für mein Blog habe ich ein paar Funktionen nachgerüstet, wie z.B.
- Statistik (angelehnt an das WordPress Plugin Statify)
- Komprimierung von Bildern beim Upload
- Korrektes Löschen von Posts trotz indieConnector Plugin
- Pingbacks und Trackbacks

Ohne KI (Claude) gäbe es diesen Blog nicht in dieser Form.

Erstellen von Header Bilder für einen Blog Artikel

Ich finde es immer ganz nett wenn ein Post auch ein Bild im Header hat der irgendwie mit dem Inhalt zu tun hat. Da ich selten passende eigene Fotos habe lasse ich mir gerne etwas von z.B. Perplexity erstellen.

Recherche für einen Blog Artikel

Es ist, aus meiner Sicht, natürlich völlig ok eine KI zur Recherche zu verwenden, so wie bisher auch die Suchmaschinen.


Teil 2 mit KI

Für diesen Post habe ich mal Claude befragt.

Prompt:

erstelle einen blogartikel 
über vor und nachteile der nutzung von ki beim bloggen

Das Ergebnis hat mich doch verblüfft, weil es doch ziemlich genau meine Meinung wiederspiegelt - nur halt nicht in meinen Worten. Sogar mit Begründung warum man seine Posts nicht von einer KI schreiben lassen soll.

Daher kommt jetzt ausnahmsweise auch noch die KI zu Wort:


KI beim Bloggen: Zwischen Effizienz und Authentizität

Künstliche Intelligenz verändert das Bloggen grundlegend. Doch was gewinnen wir dabei – und was geht verloren?


Wer heute einen Blog betreibt, kommt an der Diskussion nicht vorbei: Soll ich KI-Tools zum Schreiben nutzen? Die Versprechen klingen verlockend – schnellere Texte, bessere SEO, nie wieder Schreibblockaden. Doch wer genauer hinsieht, entdeckt hinter dem Effizienzversprechen auch Schattenseiten, die gerade für persönliche Blogs wie diesen hier entscheidend sind.

Ich habe mir beide Seiten angeschaut – als jemand, der KI-Tools kennt und nutzt, aber auch als jemand, der an die Kraft des eigenen Wortes glaubt.

Was KI-Tools tatsächlich leisten können

Fangen wir mit dem an, was funktioniert. Und ja, es funktioniert einiges.

Recherche und Ideenfindung. KI kann als Sparringspartner dienen, wenn man vor dem leeren Bildschirm sitzt. „Welche Aspekte zum Thema X habe ich noch nicht bedacht?” – das ist eine Frage, bei der ein Sprachmodell tatsächlich helfen kann. Es ersetzt nicht das eigene Denken, aber es kann blinde Flecken aufzeigen.

Textüberarbeitung. Einen fertigen Entwurf auf Rechtschreibfehler, Stilbrüche oder unnötige Wiederholungen prüfen lassen – das ist ein Bereich, in dem KI echten Mehrwert bietet. Nicht als Ersatz für sorgfältiges Schreiben, sondern als zusätzliches Augenpaar.

Technische Aufgaben. Metadaten erstellen, Alt-Texte für Bilder formulieren, eine Zusammenfassung für Social Media generieren – all das sind Aufgaben, die wenig Kreativität erfordern, aber Zeit fressen. Hier kann Automatisierung sinnvoll sein.

Übersetzungen und Barrierefreiheit. Wer sein Blog mehrsprachig anbieten möchte oder Texte in einfache Sprache übertragen will, findet in KI-Tools brauchbare Unterstützung – zumindest als Ausgangsbasis für eine eigene Überarbeitung.

Wo es problematisch wird

Und jetzt zu dem Teil, der mir am Herzen liegt. Denn die Probleme sind nicht technischer, sondern grundsätzlicher Natur.

Die Stimme geht verloren. Ein persönliches Blog lebt von der Stimme der Person dahinter. Von ihren Eigenheiten, ihren Umwegen, ihren Unsicherheiten. KI-generierte Texte hingegen klingen geschliffen, aber austauschbar. Sie erzeugen eine Art Hochglanz-Prosa, die alles und nichts sagt. Wer seinen gesamten Text von einer KI schreiben lässt, veröffentlicht im Grunde keinen eigenen Blog mehr – sondern eine kuratierte Ausgabe von Trainingsdaten.

Faktentreue ist nicht garantiert. Sprachmodelle halluzinieren. Sie erfinden Quellen, verwechseln Zusammenhänge, präsentieren Halbwahrheiten mit der Überzeugungskraft eines Nachrichtensprechers. Wer KI-generierte Texte ungeprüft veröffentlicht, riskiert nicht nur Fehler, sondern auch die eigene Glaubwürdigkeit.

Die Blogosphäre verliert an Vielfalt. Wenn alle dieselben Tools mit denselben Modellen verwenden, entsteht ein Einheitsbrei. Schon jetzt erkennt man KI-generierte Blogposts oft am typischen Stil: übermäßig strukturiert, mit Aufzählungszeichen durchsetzt, immer schön ausgewogen, nie wirklich aneckend. Das Netz braucht aber gerade das Gegenteil – eigensinnige Texte von eigensinnigen Menschen.

Urheberrecht und Ethik. Die Trainingsdaten großer Sprachmodelle stammen aus dem gesamten Netz – auch von Bloggern, die nie gefragt wurden, ob ihre Texte dafür verwendet werden dürfen. Wer KI zum Bloggen nutzt, sollte sich bewusst sein, dass er auf einem Fundament steht, das ohne die Zustimmung der ursprünglichen Autoren errichtet wurde.

Abhängigkeit von kommerziellen Diensten. Die meisten leistungsfähigen KI-Schreibtools sind proprietär, cloud-basiert und an Abonnements geknüpft. Wer sein Bloggen darauf aufbaut, begibt sich in eine Abhängigkeit – das Gegenteil von digitaler Selbstbestimmung.

Eine Frage der Haltung

Die Frage ist nicht, ob KI-Tools technisch funktionieren. Das tun sie, in zunehmendem Maße. Die eigentliche Frage ist: Was will ich mit meinem Blog?

Wenn es darum geht, möglichst effizient Content zu produzieren, der bei Google rankt, dann sind KI-Tools das perfekte Werkzeug. Wenn es aber darum geht, einen authentischen Ort im Netz zu gestalten – einen Raum für eigene Gedanken, persönliche Erfahrungen und ehrliche Auseinandersetzung – dann sollte man sehr genau überlegen, welche Teile des Schreibprozesses man abgibt.

Für mich persönlich bedeutet das: KI als Werkzeug nutzen, wo es sinnvoll ist. Aber das Schreiben selbst – das Ringen um den richtigen Ausdruck, das Suchen nach der eigenen Position – das bleibt bei mir.

Denn genau das macht einen Blog zu einem Blog. Und nicht zu einer weiteren von Algorithmen generierten Textfläche im Netz.


Wie haltet ihr es mit KI und Bloggen? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen und Meinungen in den Kommentaren.


Hier endet der KI Text.

Aber so nett und richtig das auch klingt, das ist nicht meine Ausdrucksweise, das bin nicht ich. Ich schreibe doch lieber selbst, auch wenn mein Geschreibsel nicht so rund und geübt klingt.

Kategorien: Blog
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